Psychomotorische Entwicklungsförderung/ Therapie

Die Entwicklung eines Kindes verläuft nicht immer reibungslos.
Wenn „Phasen“ zu lange andauern, bestimmte Verhaltensweisen eines Kindes von Eltern nicht einzuordnen sind oder die Sorge einer stärkeren psychisch-emotionalen Belastung im Raum steht, kommt es zur Verunsicherung. In diesen Momenten stehen wir Ihnen zur Seite. Wir unterstützen und begleiten Sie und Ihr Kind mit Respekt, viel Einfühlungsvermögen und mit Fachwissen, so dass Veränderung und Entwicklung gelingen kann.
Unsere Einheiten gestalten wir ganz individuell. Entweder finden sie im geschützten Einzelsetting statt oder, nach Absprache, in einer Kleingruppe von 2 bis 3 Kindern.

Detaillierte Informationen zu den Kosten und den Möglichkeiten der Kostenübernahme haben wir am Ende dieser Seite für Sie zusammengestellt.

Verhalten kann nicht direkt verändert werden.
Manches will erst verstanden werden.

Die psychomotorische Entwicklungsförderung/ Therapie ist geeignet für Kinder im Alter von 2-12 Jahren, die hauptsächlich diese Verhaltensweisen zeigen:

Ängste
"Mein Kind kann sich nur schwer von mir trennen und benötigt in neuen Situationen sehr viel Begleitung "

Bewegungsdrang
"Mein Kind ist ständig in Unruhe und kann kaum stillsitzen"

Gehemmtheit
"Mein Kind ist sehr schüchtern, traut sich wenig zu und spielt eher isoliert"

Aggression/ Impulsivität
"Mein Kind hat Schwierigkeiten, Wut zu regulieren oder gerät oft in Konflikte"

Entwicklungsverzögerungen
"Mein Kind wirkt in seiner Motorik oder Sprachentwicklung noch unsicher"

Lebenskrisen
"Nach einer Trennung oder einem Verlust zeigt mein Kind Verhaltenauffälligkeiten"

Psychomotorik-Therapie für Kindern

Psychomotorische Praxis Aucouturier (PPA): Den Körper als Sprache verstehen

Wir arbeiten nach dem tiefenpsychologisch fundierten Ansatz von Bernard Aucouturier. Unser Grundsatz: Alles, was ein Kind erlebt hat, ist in seinem Körpergedächtnis gespeichert. In der Bewegung, im Handeln und im Miteinander wird dieses Erlebte sichtbar - und veränderbar.

Was uns wichtig ist:

  • Das freie Spiel: Im symbolische Spiel bringen Kinder ihre inneren Bilder, ihre Wünsche, Sehnsüchte, ihre Bedürfnisse und Ängste zum Ausdruck.
  • Raum für die eigene Geschichte: Durch das Gestalten eines geschützten Rahmens und einer vertrauensvollen Atmosphäre stellen wir dem Kind einen Platz zur Verfügung, der ein intensives Erleben und Entwicklung möglich macht.
  • Begleitung auf Augenhöhe: In der therapeutischen Beziehung greifen wir Entwicklungsthemen gemeinsam auf und bearbeiten sie spielerisch.
  • Eltern und Bezugspersonen als Co-Akteure: Regelmäßige Gespräche sichern einen positiven und nachhaltigen Entwicklungsprozess.

»Denn es gibt keine Handlung ohne Grund. Und das, was ein Kind spontan tut, entspricht immer seinen tiefen Motivationen. An uns liegt es zu verstehen, was dieses Tun ausdrückt, und mit unserem eigenen Tun darauf zu antworten.«

Bernard Aucouturier

Wie wir gemeinsam arbeiten

In der Therapie darf das Kind ganz es selbst sein. Über das Spiel, die Bewegung oder das kreative Gestalten bringt es seine Lebenswelt zum Ausdruck. Wir begleiten das Kind dabei mit großer Wertschätzung für seine ganz persönliche Geschichte. Durch emphatisches Handeln und sensiblen Austausch werden bewusste und unbewusste Erfahrungen greifbar gemacht. Mit zunehmender Selbsterkenntnis entwickelt das Kind Strategien, um mit seinen Bedürfnissen umzugehen, Blockaden zu lösen und wieder handlungsfähig zu werden.

Mögliche Auswirkungen:

  • Emotionale Stabilisierung:
    Aufbau innerer Resilienz.
  • Klarheit in der Kommunikation
    Verbesserte Ausdrucksfähigkeit gegenüber anderen.
  • Selbstvertrauen
    Ein gesundes Gespür für sich selbst in Beziehungen.

Investition/ Kostenübernahme

Sie sind sich unsicher, ob der Ansatz für ihr Kind passend ist und möchten erste Fragen an uns wenden? Dafür bieten wir Ihnen ein kostenloses und unverbindliches telefonisches Gespräch im Zeitrahmen von 15 Minuten an.

Gesetzlich versicherte Kinder:

Da wir eine private Praxis sind, werden die Kosten nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Dadurch entstehen für Sie jedoch Vorteile:

  • Kurze Wartezeit: Sie erhalten einen Platz für Ihr Kind in der Regel unter 3 Monaten Wartezeit.
  • Keine Diagnose-Vorgaben: Ihr Kind durchläuft keine belastenden diagnostischen Verfahren und es wird keine Diagnose im Sinne des ICD-10 gestellt.
  • Individuelle Dauer: Wir entscheiden gemeinsam, wie lange die therapeutische Begleitung sinnvoll ist.

Kosten für Privatzahler:

Beratungsgespräch ohne Fortführung:
59,- €/ 45-60 Minuten

Psychomotorische Beobachtungsdiagnostik zu Beginn:
5 Einheiten à 45 Minuten (Erstgespräch - 2 Einheiten für das Kind - Gespräch - eine Einheit für das Kind):
295,- €.

Psychomotorische Entwicklungsförderung / Therapie:
Es werden in der Fortführung 5 Einheiten für das Kind und eine Gesprächseinheit vereinbart. Es besteht auch die Möglichkeit 10 Einheiten für das Kind und 2 Gesprächseinheiten in Anspruch zu nehmen. Eine Fortführung ist immer möglich und wird individuell besprochen.

Ein Kind: 59,-€ / 45 Minuten
Zwei Kinder: 35,- € pro Kind / 45 Minuten
Drei Kinder: 30,-€ pro Kind / 50 Minuten

Ratenzahlung ist möglich.

Privat versicherte Kinder:

Ist das Kind privat versichert, werden die Kosten in vielen Fällen ganz oder in Teilen übernommen. Informieren Sie sich dazu bitte bei Ihrer Krankenkasse.
Die Zuordnung geht über die Ziffer 19.2 der Gebührenordnung für Heilpraktiker für Psychotherapie.

Bitte beachten Sie, dass die Abrechnung der Honorarkosten direkt zwischen Ihnen und der Praxis PEP erfolgt. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis, dass Sie die Honorare zunächst selbst begleichen - unabhängig davon, in welcher Höhe Ihre Versicherung diese später erstattet.

Sie möchten mehr über diesen Ansatz erfahren oder haben Interesse an einem Gesprächstermin? Wir beantworten gerne Ihre Fragen oder laden Sie ein, uns und unser Angebot der Psychomotorischen Entwicklungsförderung/ Therapie in einem ausführlichen Gespräch besser kennenzulernen. Schreiben Sie uns eine Email oder rufen Sie uns an!

BITTE BEACHTEN: Wir bieten keine Diagnostik von psychischen Störungen im Sinne des ICD 10 durch. Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an eine/n Kinder- und JugendpsychotherapeutIn, an das HTZ oder an die Johanniter. Wir führen ausschließlich eine Beobachtungsdiagnostik und die therapeutische Maßnahme durch.